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Das Haar

Haare sind biegsame, elastische Fäden aus Hornsubstanz, die, unterschiedlich lang und dick, unsere gesamte Haut mit Ausnahme weniger Stellen (z. B. der Handflächen) bedecken. Jedes Haar steckt mit seiner Haarwurzel im Haarbalg, einer kleinen, sackartigen Einstülpung der Haut, von der aus es wächst und ernährt wird. Die Farbe des Haares ist abhängig von der Art des Farbstoffes (Pigment), der in Form kleiner Körnchen in dem Haar enthalten ist. Läßt die Pigmentversorgung nach und geraten noch dazu Luftbläschen in das Haar, so wird es grau oder weiß. Der erwachsene Mensch hat etwa 80.000 Haare auf dem Kopf. Lange Haare haben eine Lebensdauer von etwa 2 bis 6 Jahren, kurze eine von 4 bis 9 Monaten; die Wimpern leben nur 100 bis 150 Tage. Unter normalen Umständen verliert der Mensch täglich etwa 30 bis 150 Haare, für die sofort neue Haare nachwachsen. Gewisse Eigenschaften der Haare (z. B. Farbe, Locken) vererben sich. Zur Erhaltung der Haare ist eine sorgfältige Haarpflege mit regelmäßigem Waschen, häufigem Bürsten und leichter Massage der Kopfhaut nötig.
Bei Tieren finden sich neben den Tasthaaren (z. B. am Schnurrbart der Katze) auch zuweilen Gifthaare zum Schutz gegen Feinde.
Pflanzenhaare können verschiedengestaltig sein (borsten-, kegel-, zylinderförmig usw.) und haben mannigfache Aufgaben (Wurzelhaare, Kletterhaare, Drüsenhaare u. a.). Wirtschaftlich bedeutsam sind die Samenhaare der Baumwolle.

1 Hornschicht der Oberhaut
2 Lederhaut
3 Haar in Haarbalg
4 Talgdrüse
5 Haarmuskel
6 Schweißdrüse
8 Nervenstrang mit Tastkörperchen
9, 10 Unterhautgewerbe



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